Rückblick…

Marion Holmes hat einen Jahresrückblick veröffentlicht, der auch „Karoo Cat Research“-Aktivitäten umfasst, das ich in 2012 besucht habe.
Hier der Link: Cat Conservation Trust

Die meisten der im Jahresbericht genannten Katzen kenne ich persönlich! Auch Arno habe ich noch kennen gelernt, der im Dezember 2012 noch einmal Nachwuchs zeugen konnte, bevor er leider wegen Bandscheibenvorfall und daraus resultierender Lähmung eingeschläfert werden musste. Arno lebt in seinen Kindern weiter!

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Nachrichten aus Afrika

In Afrika gab es Nachwuchs!
Auf der Daniell Farm wurden zwei Servale geboren. Meine Volunteer-„Nachfolgerin“ Ellen aus den USA hatte das Glück, sich viel um die Serval- und Gepardenjungen kümmern zu dürfen.
Das männliche Gepardenjunge musste übrigens in seinem zarten Alter schon operiert werden. Seine Schwester hatte ihn so intensiv am Penis benuckelt, dass dieser angeschwollen und sich entzündet hat.
Chuck und Norris sind in ihr neues riesiges Gehege umgezogen!
Das zweite Leopardengehege ist in Bau.
Und es sollen wohl dieses Jahr noch zwei Tiger auf die Farm kommen! Sie leben bislang sehr unzureichend in einem Freizeitpark. In Südafrika gilt die Haltung einheimischer Großkatzen nicht mehr als „Statussymbol“, es müssen schon Tiger sein… :-/
Wenn genug Spenden eingegangen sind und das Gehege fertig ist, finden die beiden Bengaltiger endlich eine artgerechte Unterbringung und können als Botschafter gegen Exoten- und private Großkatzenhaltung fungieren.

Auch auf Honingkrantz gab es Nachwuchs: vier Servale haben das Licht der Welt erblickt! Also hat Nala während der ersten und von mir beobachteten Liebesspiele mit Arno doch aufgenommen! Leider lebt aber Arno nicht mehr… 😥 Er hat sich beim Spielen mit Nala einen heftigen Bandscheibenvorfall erlitten, war gelähmt und musste daher eingeschläfert werden. Immerhin konnte er aber noch seine Gene weitergeben.
Falbkatze Dany hat ebenfalls Junge bekommen!
Leider gibt es weiterhin keine Schwarzfußkatzen auf Honingkrantz. Es war einfach kein gutes Jahr, und niemand im näheren und weiteren Umkreis hat Schwarzi-Nachwuchs aufziehen können.
Gisette bekommt eine „Schwester“ in Form eines Karakal-Weibchens. Da Gisette ja mit Karakalen aufgewachsen ist, hält sie selbst für einen. 😉 Und sie fühlte sich in ihrem großen Gehege bei Mircea allein. Leider konnte sie ja zur Verhütung von Inzucht nicht mehr mit ihrem Sohn vergesellschaftet werden, und sie hatte auch keine Beziehung mehr zu ihm. Nun ist zu hoffen, dass die Vergesellschaftung mit der Karakalin klappt.

Mutprobe Teil 3:

Wir haben einen Serval, der ein echter Miesepeter ist! Sein Name ist „Petrol“. Keine Ahnung, welche Laus ihm ständig über die Leber läuft, aber er ist wohl als Misanthrop geboren. Menschen findet er echt ätzend. Daher gehen wir nur zu zweit zum Füttern. Einer lenkt ihn ab, damit der andere sein Huhn reinwerfen kann. Und auch das Wasser geben ist so eine Sache für sich. Er mag keine Männer, vor allem keine Schwarzen, daher schicken wir meist unseren Arbeiter Ace hinein. Aber ich habe ja nicht immer Lust, Ace suchen zu müssen. Also traute ich mich Anfang der Woche selbst in die Höhle des Serval! Mit einer Flasche Wasser „bewaffnet“, und bereit, sie ihm gegebenenfalls überzubraten, falls er mich angreift. Da er aber Wasser gleichfalls hasst (ich habe bei den vorherigen Versuchen Wasser aus einem Eimer in das Gehege „geschüttet“, und nur ein kleiner Teil landete tatsächlich im Napf, da dieser aufgrund der Sonne unter dem Schattendach steht), hätte ich ihn auch einfach anspritzen können. Petrol hat es vorgezogen, böse grollend am anderen Ende des Geheges auf und ab zu laufen. Gut für ihn – und für mich! 😉 Und so habe ich es am Freitag wiederum geschafft ihm Wasser zu geben.
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„Keep smiling! (Karakal Lea)“