Die Auflösung des Rätsels… ;-)

Wer benötigt schon Klamotten… Katzenspielzeug ist doch viel wichtiger! 😀

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Morgen geht es also wieder los nach Südafrika zu „meinen Kätzchen“!
Durch Facebook war ich einigermaßen auf dem Laufenden, was sich auf der Farm alles getan hat. Es sind einige Gehege erneuert worden, und mit dem Einzug der Falbkatzen können wir den Gästen nun alle afrikanischen Katzenarten zeigen.

Fotos werde ich auf meiner neuen Facebook-Seite posten. Soweit ich weiß, bedeutet „öffentliche Seite“, dass auch Nichtmitglieder den Inhalt sehen und lesen können. Bitte, liebe Nicht-Facebook-Nutzer, teilt mir bitte mit, ob dem wirklich so ist! 😉
WildCatz

Und soeben online eingecheckt… :wave:

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Wer hat an der Uhr gedreht …

Â… ist es wirklich schon so spät? Gestern habe ich mit Schrecken festgestellt, dass ich nicht am Sonntag, sondern bereits am Samstag weiterziehen muss! Ich wusste immer, dass es der 1.12. ist, aber in den letzten Tagen war ich fest der Meinung, es wäre (erst) der Sonntag …

Vorgestern nacht hatte ich den „Papp auf“, wie man im Rheinland sagt. Allgemein ist wohl eher der Begriff „Nase voll“ geläufig. Da der Karateabend so lange gedauert hat, dass es längst dunkel war, habe ich Maxie gefragt, wie wir es nun mit dem Öffnen der Leopardengehege halten wollen. Denn sie werden ja nur zum Fressen separiert und in ihren Innengehegen eingesperrt, danach sollen sie ja wieder ihr großes Gehege (zusammen) nutzen. Maxie meinte, es würde ja reichen, wenn man nur die Innengehege-Schieber öffnet. Als wir dann aber gegen 21 Uhr endlich auf der Farm ankamen, sprang sie fröhlich aus dem Wagen und war … weg! Sch… 😦 Daher musste ich Lollie bitten, mir mit den Autoscheinwerfern zu leuchten, damit ich die Schieber öffnen konnte. Da war ich dann richtig sauer. Denn Maxie hat sich meiner die ganze Zeit stillschweigend und selbstverständlich „bedient“. Sie ist ja froh, dass sie nicht so früh aufstehen muss, aber ich habe ja quasi ihre gesamte Arbeit übernommen! Und sie wird dafür bezahlt, während ich noch Geld mitbringen muss. Bei Jaco ist es was anderes, natürlich freut er sich über meine Hilfe, aber er ist dankbar und wenn es erforderlich ist, machen wir alles zusammen. Nicht so Maxie. Sie hat dieses Spielchen auch schon mit Jaco durch, daher wurden ja auch die festen „Fütterwochen“ eingeführt. Denn sie hat ihn so ausgenutzt, so dass er sogar bereit war zu kündigen. Und sie versucht das grundsätzlich mit jedem. Sie mag die Katzen und die Arbeit, aber wenn sie die Arbeit „abdrücken“ kann, kommt es ihr sehr gelegen. Nachdem es ja letzte Woche schon einmal einen Vorfall gab (ich habe das Lämmerfüttern übernommen, aber sie hatte nicht mal Aufzuchtmilchpulver oder Flaschen in der Küche gelassen, was ich ziemlich unkollegial fand – denn ich musste alles besorgen bzw. mich anderweitig behelfen!), musste ich nun gestern „Tacheles“ reden. Englisch ist ja nicht meine Muttersprache, daher hatte ich mir aus meinem Wörterbuch ein paar Wörter herausgesucht, mit denen ich höflich, aber bestimmt, Maxie in die Schranken weisen kann. Natürlich hat sie hinterher ein ziemliches Gesicht gezogen, aber sie musste es akzeptieren. Meine „letzten Tage“ mache ich daher nur noch die Morgenrunden, und sie hat die Abendrunden zu machen und die Lämmer zu versorgen. Ich muss mich nun selbst in die Schranken weisen, weil ich „natürlich“ versucht war, heute morgen hinter ihr her zu räumen. 😉

Gestern kam ein schwules Paar auf einen Kaffee-Stop bei uns vorbei. Die beiden führen ein sehr exklusives Hotel mit Theater, Kleinkunst und Travestie-Shows, das Karroo Theatrical Hotel. http://www.karroohotel.co.za/ Mark hat 23 Jahre in der Schweiz und in Deutschland an Theatern gearbeitet und spricht gut Deutsch. Sein Partner Jacques spricht zwar kein Deutsch, aber wir haben einfach im Mischmasch miteinander gesprochen. Die beiden sind sehr nett und wir haben uns gleich gut verstanden. Sie heiraten am 24.12. – im Bollywood-Stil, pompös und mit vielen Freunden! Die Homo-Ehe ist in Südafrika seit etwa zwei Jahren anerkannt, das hätte ich gar nicht vermutet. In diesem Punkt so fortschrittlich, aber beispielsweise in Sachen HIV-Prophylaxe so rückständig (Präsident Zuma ging da mit sehr schlechtem Beispiel voran, wie man auch unserer Presse entnehmen konnte: „Duschen nach dem Geschlechtsverkehr reicht!“). Warum die beiden am Heiligen Abend heiraten? Mark kennt den Brauch des Heiligen Abends aus seiner Zeit im deutschsprachigen Raum, und sie feiern immer zweimal Weihnachten, am 24.12. und am „regulären“ 25.12. Und sie wollten ein besonderes Datum für ihren großen Tag. Was auch den Vorteil hat, dass die Gäste am 25.12. ausschlafen können, denn der 25. ist ein allgemeiner Feiertag und alle Geschäfte und Firmen sind geschlossen … 🙂

Apropos Weihnachten: das entsprechende „Feeling“ kommt bei mir angesichts des Wetters nicht wirklich auf! „Father Christmas“ trägt hier eine rote Badehose oder ein weihnachtlich bedrucktes Hawaiihemd mit Bermudas! Gefeiert wird entsprechend: am Strand mit Familie und Freunden, vielleicht badend oder surfend, und mit einem braai … 😀

Unser Serval Turbo hat sich die „Ferse“, genauer gesagt das Sprunggelenk gebrochen! Er kam nämlich erst gestern früh zum Tierarzt und wurde erstmal geröngt. Vermutlich ist er beim Klettern und Springen auf die Futterklappe gefallen, denn das ist der einzige Part im Gehege, der sehr hart ist und Kanten hat. Er wurde heute früh operiert und ich hoffe, es ist alles gut gegangen. Wir bekommen ihn im Laufe des Abends wieder. Bin mal gespannt, wie hier die Wundversorgung gemacht wird.

Gestern hatten Maxie und ich wieder einen cheetah-walk, mit einem belgischen Paar. Wieder mit der „alten Gurke“, aber diesmal mit einer „Sonderaufgabe“ für mich. Wir haben am Horizont ein Schaf gesehen – und Zintle natürlich ebenfalls. Damit sie nicht ausprobiert, ob so ein Schaf in ihren Magen passt, musste ich vorausgehen und das Schaf verscheuchen. 😉 Irgendwie war es durch den Zaun gekommen und fand keinen Weg zurück zu seiner Herde. Also war ich Schafscheuche, bei meinem Nachnamen gar nicht so unpassend. 😉 Nebenbei noch eine andere Schafherde vertreiben, die eindeutig zu nahe am Zaun stand und für Zintle zu „verlockend“ gewesen wäre. Natürlich war die Gepardin immer interessiert, aber so wurde es für die Gäste nicht zu frustrierend. Denn wenn die Geparden Schafe beobachten, gehen sie natürlich nicht weiter, sondern bleiben am Zaun stehen.

Danach bin erstmals geschwommen! Ist ja oft so: man hat etwas Besonderes zur Verfügung, aber nutzt es nicht. Aber die Schwimmrunden im Pool taten gut und dann habe ich auch noch mit den Kindern Wasserball gespielt und getobt. Whippet „Scooby“ wollte mich unbedingt „retten“, laut bellend umkreiste sie den Pool und hat meine Nase abgeleckt, sobald ich zum Beckenrand kam. Außerdem sind wir drei noch ein wenig auf dem Trampolin herumgehüpft. Als Erstklässlerin habe ich Trampolinturnen im Verein betrieben, und es macht immer noch Spaß! Allerdings ist dieses Trampolin nicht für mein Gewicht ausgelegt: wenn ich zu stark hüpfe, schwingt es bis zum steinigen Boden durch. 😉

Abends hatten wir dann unser braai. Leider doch in Richards „hallway“, denn es war empfindlich kühl und windig. Aber wir hatten einen schönen Abend! Leider waren Jaco und seine Frau nicht dabei, denn sie hatten schon etwas anderes vor. Und da sie zur Zeit nur ein Auto haben, mussten sie ihre Besorgungen eben an einem seiner freien Tage erledigen.

Man glaubt es kaum, wie vorsichtig unsere Löwenjungs sind! Heute habe ich ihnen ihre Hühner gebracht, und sie trauten sich kaum zu mir – weil an der Stelle auch die Leiter des Malers stand, die am Vortag noch nicht dort war! Auch vor fremden Menschen in ihrem Gehege laufen sie erstmal weg, bevor die Neugier siegt. Kleine Gegenstände wie beispielsweise ein vergessenes Päckchen Spachtelmasse werden erst vorsichtig von weitem betrachtet, bevor man sich näher wagt und sie genauer „untersucht“. Ob Löwen generell so sind, kann ich aus dieser Beobachtung natürlich nicht sagen, aber sie sind auf jeden Fall deutlich vorsichtiger mit Neuem als unsere anderen recht neugierigen Katzen.

Leopardin Feline spielt immer noch mit der inzwischen ziemlich kaputten Klapperflasche, die ich den beiden letzte Woche gegeben habe. Solange sie klapperte, hat Felix sie für sich reklamiert, aber nun hat er das Interesse verloren. Reichlich platt gelegen und ohne Klapperfunktion wird sie von seiner Schwester immer noch auf den Baum getragen, herumgeschleppt und bespielt. Einer meiner niederländischen Tourgäste leitet eine Tierzubehörfirma in Belgien, er möchte uns sponsern und im Gegenzug mit uns zusammen Katzenspielzeug für Großkatzen entwickeln. Wieder ein Kontakt, den ich nach meiner Rückkehr angehen werde (da das Ehepaar auch noch ein paar Wochen in Südafrika verbringt).

Es war gar nicht so einfach, einen Surf-Stick (hier „dongle“ genannt) für mein Netbook zu bekommen! Ich hatte zwar Pass und Mirceas Adresse dabei, aber wir mussten die Adresse erstmal bei der Polizei „verifizieren“ lassen, da sie nicht im Verzeichnis des Telecom-Anbieters steht (und gefunden haben wir sie schließlich unter Cradock und nicht unter Fish River). So habe ich nun auch mal eine Polizeistation von innen gesehen. 😉 Leider habe ich Mircea gestern nicht telefonisch erreicht, ob ich überhaupt Mobilfunk-Anbindung auf Honingkrantz habe. Aber ich kann ja gegebenenfalls nach Fish River oder Cradock fahren, da wird es funktionieren. Vielleicht wurde mal wieder das Telefonkabel geklaut oder ein Pfahl ist umgefallen, das passiert auf dem Weg vom Dorf zur Farm leider immer wieder… :/

Lollies Pupillen sind unterschiedlich groß! Als medizinisch nicht ganz Unbewanderte fiel mir dies natürlich auf, und es wurde auch durch Maxie und Dolla bestätigt. Wir waren bei der Optikerin, und die hat Lollie nun an einen Augenarzt überwiesen. Zum Glück hat Lollie sonst keine Beschwerden, also keine Kopfschmerzen oder so. Morgen hat sie einen Augenarzttermin. Hoffen wir also, dass es nichts Schlimmes ist!

Hab‘ durch eine Mail erfahen, dass mein Büro-Schreibtisch gestern umgezogen ist. Ich musste vor meiner Abreise noch alles packen, und nun residiere ich vormittags statt im 14. nur noch im 2. Stock – allerdings mit bepflanzter Dachterrasse! Nicht der schlechteste Tausch, zumal ich mit einer netten Kollegen zusammen sitzen werde und das Zimmer wirklich groß und „luftig“ ist (hohe Deckenhöhe.