Katzenforschung – was mache ich da eigentlich?

Eigentlich ist immer noch erstaunlich wenig bekannt über Katzenverhalten. Während man den Wolf als Ahn des Haushundes schon ganz lange studiert – und trotzdem immer Neues entdeckt, hat man sich um die wilden und domestizierten „Samtpfoten“ viel weniger gekümmert. Zu eigenständig sind sie den Menschen wohl erschienen, und die Falbkatze als Ahnherrin unserer Hauskatze vielleicht zu unzugänglich. Und vielleicht ist uns der Hund in seinem familiären Sozialverhalten einfach „näher“. Während es eine Menge Canidenforscher gibt, konnte und kann man von Felidenforschung selten leben. Paul Leyhausen war der deutsche „Katzenpabst“ und hat heute noch gültige Standardwerke über Katzen geschrieben (z.B. „Katzenseele“). Dennis Turner hat in der Schweiz umfangreiche Studien über Bauerhofpopulationen gemacht. Und Löwenrudel in Afrika sind auch schon sehr sorgfältig beobachtet worden.
Heutige Forscher sind beispielsweise Marianne Hartmann-Furter mit ihren Untersuchungen zu europäischen Wildkatzen, Jennifer Ringleb zur Fortpflanzungsbiologie, natürlich Mircea Pfleiderer, die die Forschungen von Paul Leyhausen fort- und eigene Projekte durchführt, und Alexander Sliwa, der die Schwarzfußkatzen in Afrika erforscht – auch um sie für die Nachwelt zu erhalten.

Ein so wenig „beackertes“ Gebiet hat auch seine Vorteile: man kann noch richtige Grundlagenforschung betreiben! So eben auch im Karoo Cat Research. Mircea Pfleiderer hält dort verschiedene wilde Kleinkatzen und bietet Praktikanten, Diplomanden und Doktoranden die Möglichkeit, Verhalten zu beobachten und zu dokumentieren. Es geht dabei nicht nur um das Wissen an sich, sondern auch darum, Vergleiche zwischen Wild- und Hauskatzen zu ziehen und daraus Methoden der artgerechten Haltung und Beschäftigung zu entwickeln – was dann Zootierhaltungen und auch unseren Haustigern zugute kommt.
Meine Aufgabe wird sein (zumindest laut derzeitiger Planung), die „Pfotigkeit“ von Katzen mit zu untersuchen. Sind wilde Katzen Links- oder Rechtshänder? Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern?
Für Hauskatzen gab es dazu in Irland eine Untersuchung (allgemeiner Artikel). Ob es bei den wilden Katzen ebenso ist und was sagt das vielleicht über die Gehirnentwicklung bei der Haustierwerdung (Domestikation)?

Wie nun so eine Forschungsarbeit entsteht?
Zuerst überlegt man eine Fragestellung. Was möchte man wissen? Die Fragestellung muss sehr exakt und eng eingegrenzt sein, weil man sich sonst bei der Untersuchung in unzähligen Details verliert, die zwar spannend sind, aber nicht zum Gegenstand der Untersuchung passen. Aus der Fragestellung macht man einen möglichst einfach zu bedienenden Erhebungsbogen für Daten, die man zählen oder messen kann. Am einfachsten ist eine Strichliste.
Dann beobachtet man das zu untersuchende Verhalten. Dazu muss man sich erstmal einsehen, damit man die Individuen genau auseinander halten kann. Man muss also Merkmale finden, an denen man die Tiere auseinander halten kann. Eine Doktorandin im Kölner Zoo hat das mal so gelöst, dass sie den Erdmännchen verschiedenfarbige Punkte aufgemalt hat, damit sie sie auseinander halten konnte (bei etwa 30 wuselnden Tieren nämlich definitiv nicht einfach!). 😛
Dann setzt man sich vor die zu untersuchenden Tiere, beobachtet sie und führt die Strichliste. Hat man eine repräsentative Auswahl über einen gewissen Zeitraum ermittelt, kommt die statistische Auswertung der Daten und danach schreibt man die Zusammenfassung über das, was man herausgefunden hat. Das ist der Teil, der gerade einem Feldforscher (also jemandem, der „draußen“ in der Natur ist) am wenigsten Spaß macht, denn da sitzt man dann nur noch am Rechner. :**:
In 2009 habe ich bei Udo Gansloßer ein „Methodenpraktikum“ absolviert. Dabei habe ich mit meinen beiden Mitstreiterinnen drei Tage lang afrikanische Elefanten im Wuppertaler Zoo beobachtet. Dazu gehörte es auch, das Gesehene auszuwerten und darüber eine Arbeit zu verfassen. Somit habe ich zumindest schon einen kleinen Einblick in die wissenschaftliche Arbeitsweise erhalten.
Bei der Frage der Händigkeit arbeite ich natürlich nicht alleine. Mircea wird mehrere Leute haben, die für diese Arbeit Daten zusammentragen. Von verschiedenen Katzenarten, aus Zoos, Gehegen und vielleicht sogar aus dem Feld (= Freiland). Es werden also bereits Fragestellungen ausformuliert sein und Erfassungsbögen vorliegen. Dann heißt es, sich zur Aktivitätszeit der Katzen vor das Gehege zu setzen und die Liste zu führen. Das wird also bedeuten, dass ich hauptsächlich morgens und abends, und vielleicht noch um die Mittagszeit beobachte – und wenn die Katzen schlafen, habe ich auch „frei“… ;D
Und wenn eine solche wissenschaftliche Arbeit irgendwann mal veröffentlicht wird, steht man immerhin als Mitarbeiter drin, ist doch auch was! 😉

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Pass und Internationaler Führerschein sind nun da. Kopien habe ich bereits davon gemacht, die dann im Reisegepäck verteilt werden. Ein Tip, den ich von Fernreisenden bekommen habe: Dokumente einscannen und im Internet hinterlegen (auf einem Mail-Server oder in der „Cloud“), so dass man jederzeit darauf zugreifen kann. Botschaften verfügen weltweit über Internetzugang, und so kann im Falle des Verlusts die Beschaffung von Ersatzpapieren viel einfacher erfolgen.

Ich bin gefragt worden, wie man sich medizinisch vorbereitet. Da musste ich in meinem Fall gar nichts Spezielles tun! Die „Karoo“ ist eine steinige Halbwüste und dort gedeihen keine Anopheles-Mücken, also gibt es auch keine Malaria.
Wichtig ist der Tetanus-Schutz, auch wegen der Arbeit mit den Katzen, aber diese Impfung habe ich eh‘.
Ein gewisses Risiko besteht für Hepatitis A+B, die vor allem in der schwarzen Bevölkerung verbreitet ist. Aber da ich nicht vor habe, Sex zu haben, kann ich das Erkrankungsrisiko (im Vergleich zu den Nebenwirkungen der Impfung) getrost vergessen.
Gelbfieber gibt es in Südafrika nicht, und mit der in Deutschland üblichen „Vierfachkombi“ hat man ja außerdem einen Schutz gegen Diphterie, Kinderlähmung und Keuchhusten (ich gehöre sogar zu der Generation, die noch gegen Pocken geimpft wurde). Außerdem bin ich gegen Pneumokokken geimpft. Das reicht!
An eine Malariaprophylaxe sollte eventuell jemand denken, der in den Krüger-Nationalpark möchte, denn dort gibt es feucht-schwüle Gegenden, wo sich die Sumpfmücke wohl fühlt. Allerdings nehmen die meisten Reisenden heutzutage die Tabletten nur für den Notfall im Gepäck mit und nehmen sie nicht vorsorglich ein, denn die Nebenwirkungen sind anscheinend nicht „ohne“.
Wenn es ganz dumm kommt, kann man sich auch gänzlich ohne Sumpflandschaft, nämlich auf einem Flughafen, mit Malaria anstecken – wenn eine befallene Anopheles-Mücke aus einem Endemie-Gebiet „mitgereist“ ist. Aber dieses Risiko halte ich für derart vernachlässigbar, dass ich mich dagegen nicht wappnen werde… 😉

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Noch knapp einen Monat…

… dann geht es los nach Südafrika!

Eine Idee davon entwickelte ich im Februar 2011, als ich bei meiner Mutter am Frühstückstisch saß und wir über eine Tiersendung vom Vortag sprachen. Meine Mutter konnte es nicht lassen, ihrem Freund zu erzählen wie begeistert ich als Kind vom „Daktari“ war, und dass ich gerne Tierärztin geworden wäre. 😉
Ja, sicher war Afrika ein Traum. Vor allem einmal die wilden Katzen sehen…
Das wäre doch etwas zum 50. Geburtstag!
Wenn nicht jetzt, wann dann!

Bereits in 2009 habe ich anlässlich eines Seminars Dr. Mircea Pfleiderer kennen gelernt. Sie hat mit dem deutschen „Katzenpabst“ Prof. Dr. Paul Leyhausen zusammengearbeitet, der das Standardwerk zum Verhalten „Katzenseele“ geschrieben hat. Mircea hat in Südafrika eine eigene kleine Forschungsstation aufgebaut, in der sie weiter über das Verhalten von wilden Kleinkatzen arbeitet. Nach dem Seminar hatte ich gesagt, daß ich gerne einmal kommen würde – und wurde herzlich eingeladen.
Hirngespinst irgendwie, aber nun war ich ja zwei Jahre weiter. Doch natürlich gab das Budget eine solche Reise auch weiterhin nicht her. Aber auch hier passierte etwas. Ich erhielt letztes Jahr eine gewisse Summe, von der ich mein Auto abzahlen und etwas auf die Seite legen konnte. Und plötzlich nahm der Traum von meinem persönlichen Out of Africa Gestalt an!
Fleissig sparen und jeden Monat eine gewisse Summe zusätzlich zurücklegen gehörte natürlich dazu!

Wenn die Götter es gut mit einem meinen, fügt sich noch mehr zusammen. Die Einladung galt, und mit meiner Kollegin Sabine kannte ich ja sogar jemand, die bereits beim Karoo Cat Research gewesen war! Nachdem auch klar war, dass ich meinen sechswöchigen Jahresurlaub im Büro „am Stück“ nehmen konnte (das war zwar nicht ganz so einfach, aber da mein Vorgesetzter sein Masterstudium teilweise in Südafrika absolviert hat…), konnte es an die Planung gehen. Zwischenzeitlich hatte ich über Facebook eine Holländerin kennengelernt, die sich sehr für den Schutz der wilden Katzen einsetzt und in den Niederlanden eine Auffangstation für „ausgediente“ Zoo- und Zirkuskatzen gegründet hat. Babette baute zu dem Zeitpunkt gerade mit einer „Gepardenfarm“ in Südafrika eine Auffang- und Wiederauswilderungsstation auf. Und das „zufällig“ in relativer Nähe zu Mirceas Farm.
Da ich auf jeden Fall nicht nur Forschungsarbeit an Kleinkatzen machen, sondern auch Großkatzen sehen wollte, bot dies die Gelegenheit, als freiwilliger Helfer (Volunteer) auf der Daniell Farm mitzuarbeiten. Ach ja, und für das „Out of Africa“-Feeling noch ein paar Tage Safari zum Schluß – im Addo Elephant Park, der praktischerweise gewissermaßen „daneben“ liegt? Nun, die luxuriösen Lodges waren finanziell illusorisch, aber es gibt auch günstigere Ãœbernachtungsmöglichkeiten mit Selbstversorgung. Geführte Pirschfahrten (game drives) kann man vor Ort im Park buchen, und man darf auch selbst fahren.
Es fügte sich!

Im Frühjahr habe ich über das Frauenreisebüro Fairlines in Hamburg den Flug und den Mietwagen gebucht (das Reisebüro kann ich wirklich empfehlen, sie haben mir die günstigsten und sinnvollsten Möglichkeiten herausgesucht!). Zu diesem Zeitpunkt ging ich noch davon aus, dass mich Mircea vom Flughafen abholt. Abgesehen davon, daß ein Allradfahrzeug für die ganzen sechs Wochen bereits damals etwa 2.500 EUR gekostet hätte – damit es dann wochenlang nur herumsteht? Für die Daniell Farm und den Nationalpark würde das Auto aber sehr praktisch sein, so dass ich das Auto nur für die letzten zwei Wochen gemietet habe.
Im Sommer konnte ich dann auch die Unterkunft im Park buchen.
Nun kam das Problem: Mirceas alter Land Rover ist so klapprig, dass sie die Strecke nach Port Elizabeth nicht fahren möchte. Sie würde mich also nicht abholen! Was nun? Mh… es gibt eine Bahnstrecke, die von Kapstadt nach Johannesburg führt, und dabei auch in Port Elizabeth und Cradock Halt macht. Nachdem auch in Südafrika Unternehmen „umstrukturiert“ werden und die Personenbeförderung davon betroffen war, war die Website des Shosholoza Train monatelang offline! Und als endlich ein Fahrplan veröffentlicht wurde, fiel ich aus allen Wolken: die Strecke wird nur dreimal wöchentlich bedient! Der Zug fährt nur sonntags, mittwochs und freitags. Da ich an einem Sonntag gegen Mittag lande und dann nur knapp 1,5 Stunden Zeit hätte den Zug zu erwischen, sah ich weitere Probleme auf mich zukommen. Im Zweifel hätte ich zwar die Fahrkarte gebucht, aber was, wenn ich den Zug verpasse? Dann müsste ich drei Tage in P.E. „herumlungern“, bis am Mittwoch der nächste Zug führe – und kann man so ein Ticket eigentlich umbuchen? Fragen über Fragen, zumal sich Mircea auf meine Fragen nicht meldete (sie arbeitet noch einem Buchprojekt, bevor sie selbst wieder über das deutsche Winterhalbjahr nach „ZA“ fliegt, und steht extrem unter Zeitdruck).

Letzten Monat hat mich ein Todesfall eines guten Freundes sehr mitgenommen und beschäftigt mich auch jetzt noch. Diesen Freund kannte ich seit 1991, und im Rahmen eines gemeinsamen Hobbies und der räumlichen Nähe (er wohnt/e nur acht Kilometer entfernt), machten und hatten wir vieles gemeinsam. Seit 2009 war klar: Jürgen hat Krebs. Letztes Jahr dachten wir alle noch, er hätte es geschafft – aber Anfang diesen Jahres war klar: der Krebs ist zurück! Im August musste er dann „notfallmäßig“ in die Klinik, weil die Schmerzen unerträglich und sein linker Arm vollständig gelähmt war. Jürgen musste auf die Intensivstation, damit er assistiert beatmet und medikamentös eingestellt werden konnte. Es wurde sogar noch eine Operation durchgeführt, die Linderung bringen sollte. Aber Jürgen hat es nicht geschafft, er ist am 7. September verstorben, mit gerade mal 52 Jahren…
Aufgrund der räumlichen und emotionalen Nähe fiel es mir zu, mich um eine „schöne“ würdevolle Trauerfeier und die Papiere des Freundes zu kümmern, vor allem um die Eltern zu entlasten (zumal die Familie keine Berührungspunkte zu den Hobbies und Interessen von Jürgen hatte). Nun kann ich grundsätzlich gut organisieren, und es hat auch alles geklappt, aber dieser Tod hat viel in mir bewegt – zumal wir bereits im Februar einen anderen Freund mit gerade 49 Jahren zu Grabe tragen mussten. Es kann so schnell vorbei sein! In unserem Verein geht ein geflügeltes Wort um: „Die Einschläge kommen näher!“ :`(
Dieser Todesfall bewegt mich auch jetzt noch. Jürgen hat nichts Schriftliches hinterlassen, obwohl ich ihm dies schon vor Jahren geraten habe. Das ist so schade, denn für die Hinterbliebenen ist dies nun eine große Belastung herauszufinden, was Jürgens Wünsche waren. Aber auch für die nahestehenden Freunde – weil nichts geregelt ist. Ich habe meine persönlichen Dinge schon vor längerer Zeit geordnet, weil ich meine Hinterbliebenen einmal nicht so hilflos zurück lassen möchte. Zumal ich ja auch noch eine Verantwortung gegenüber meinen Tieren habe…
So ganz habe ich die Ereignisse der lezten beiden Monate noch nicht verarbeitet.
Aber sicher ist eins: wer alles auf „später“ verschiebt, sollte dies überdenken. Warum „auf die Rente“ warten? Vielleicht ist man dann nicht mehr gesund genug? Das Leben ändert sich – und auch wenn man noch so gute Pläne macht, müssen sie nicht Wirklichkeit werden. Nicht nur träumen, sondern auch für seine Träume kämpfen. Mehr im Jetzt leben, denn vielleicht haben wir morgen nicht mehr die Gelegenheit dazu… Allgemeinplätze aus der Esoterik-Ecke? Mitnichten!
Die jetzigen Erlebnisse bestärken mich in meinem Tun! Schließlich habe ich schon mehr erreicht im Leben, gegen viele Widerstände. Ob ich nun in den 80ern die erste Rettungssanitäterin im aktiven Einsatz in Rheinland-Pfalz war, als Frau Eishockey gespielt oder mir vor einigen Jahren den großen Traum – mit Tieren zu arbeiten – erfüllt habe… Es lohnt sich für seine Wünsche zu kämpfen! Aber ich gebe zu, zu Letzterem war es ein langer und schwerer Weg, der auch durch Krankheit und Verzweiflung führte…
Als weiteres Fazit: natürlich klingt es verrückt, als „ganz normaler“ und keineswegs „betuchter“ Mensch nach Afrika zu gehen – und dann auch noch so lange! Aber wann, wenn nicht jetzt?

Die Probleme der Reiseorganisation erscheinen dagegen klein, aber sie beschäftig(t)en mich natürlich trotzdem. Gerade weil ich ein Mensch bin, der gerne „plant“.
Beispielsweise gestaltete sich die Unterbringung meiner Katzen nicht so einfach. Sechs Wochen lang würde ich sie nicht zuhause lassen. Leider musste die Bekannte, bei der ich sie im März 2009 unterbringen konnte, ihre kleine Katzenpension aufgeben. Eine „normale“ Tierpension kam aber auch nicht infrage, weil ich nicht eingesehen habe, reine Wohnungstiger dafür komplett durchimpfen lassen zu müsssen (incl. Tollwut, damit sie ins Außengehege dürfen!). Als Alternative wollte ich sie bei dem Freund unterbringen… der im September verstorben ist. Jürgen hätte sehr davon profitiert, nicht alleine zuhause in seinen Depressionen zu versinken (Tiere strukturieren den Tagesablauf, geben eine Aufgabe und vermitteln Zuneigung und zuversicht, das ist sogar wissenschaftlich bewiesen). Aber dazu kam es ja nun nicht mehr… Zum Glück hat mir nun aber ein anderer Freund die Katzenbetreuung zum Geburtstag „geschenkt“! Ich muß zwar den kompletten Katzen-„Hausstand“ mit umziehen, aber das ist das geringste Ãœbel, zumal ich gerade vor zwei Wochen bei Fressnapf zufällig ein Ausstellungstück eines deckenhohen Kratzbaums für sehr kleines Geld „abgreifen“ konnte! 😉
Meine Echsen haben sich diese Woche in die Winterruhe begeben. Sie werden einfach schlafen, bis ich wieder da bin. :zz:
Meine Tierbetreuungskunden konnte ich bereits ab dem Frühjahr auf die Abwesenheit „vorbereiten“. Die Katzenhalter werden in der Zeit selbst nicht in Urlaub fahren, und die Hunde müssen entweder nicht betreut werden oder finden einen Ersatz-Gassigeher. Im Notfall gibt es ja noch zwei Kolleginnen, an die sich meine Kunden wenden können. Das Hundetraining fällt in der Zeit aus, und Beratungen kann ich natürlich keine machen. Aber auch hier gibt es ja alternative Möglichkeiten durch Kollegen.
Natürlich fiel auch noch „Kleinkram“ an. Mein Pass läuft leider diesen Monat ab, der Reisepass muss jedoch noch ein halbes Jahr nach der Ausreise gültig sein… Kommende Woche kann ich den neuen Pass abholen. Für den Leihwagen benötige ich einen Internationalen Führerschein. Dazu ist jedoch heutzutage als Voraussetzung ein sogenannter „Kartenführerschein“ (meines Erachtens eine „Abzocke“ der Behörden). Also auch noch einen Führerschein fertigen lassen, obwohl es der alte ja durchaus noch „tun“ würde… Auch diese Papiere kann ich kommende Woche abholen.

Letzte Woche habe ich nun meine Planung radikal umgestellt, denn es behagte mir überhaupt nicht, am 3. November ins Ungewisse zu fliegen (als allein reisende Frau ist ein klein wenig „Sicherheit“ ja auch nicht zu verachten!)! :??:
Und auch hier fügte es sich: so werde ich nun die ersten vier Wochen auf der Daniell Farm mitarbeiten und kann dann nur 10 Tage ins Forschungsprojekt. Die Abschlusstage im Addo Park bleiben. Ein Daniell Farm-Mitarbeiter wird mich vom Flughafen abholen und mich dann auch dort wieder abliefern. Dort werde ich meinen Mietwagen übernehmen, und bin somit unabhängig und kann meine Ziele selbständig erreichen!
Mein Aufenthalt wird dadurch zwar um einiges teurer (zum Thema Volunteergebühr werde ich in einem künftigen Blog-Beitrag Stellung nehmen), aber das war es mir wert! 😉

Über die Monate habe ich bereits eine Schublade mit Dingen angelegt, die ich mitnehmen muss. Da ich aus Sicherheitsgründen lieber mit dem Rucksack als einem großen Koffer reise, muss alles sehr kompakt werden. Zum Glück konnte ich mir ein Netbook leihen, das deutlich kleiner und leichter ist als mein Notebook. Auf eine hochwertige Spiegelreflex- oder Bridgekamera werde ich wohl verzichten müssen (zumal die Möglichkeit einer Leihe aufgrund des bereits genannten Todesfalles entfallen ist). Aber meine alte Lumix macht ja ebenfalls gute Bilder. Trotzdem müssen natürlich außer ein paar Klamotten auch noch Dinge wie Fernglas, Stirnlampe, Steckdosenadapter, feste Stiefel, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Hut und anderes mit. Da bin ich ja mal gespannt, ob ich das alles unterkriege. B)