Der Herbst kommt…

… in Deutschland!
Gestern im Anflug auf Düsseldorf sah ich das bunte Laub der sich langsam auf die kalte Jahreszeit vorbereitenden Bäume. Das ist ein Anblick, den ich aus Afrika nicht kenne! Wie grün und ausreichend mit Wasser versorgt die Landschaft doch erscheint… im Gegensatz zur trockenen „veld“- und Savannen-Landschaft in Afrika. Nicht zu vergleichen – beides ist schön! Letztes Jahr war ich sehr verzweifelt, im kalten, nassen und grauen Deutschland gelandet zu sein. Dieses Jahr war es freundlich, sogar die Sonne zeigte sich – und es war 20° warm! Nicht kälter als an einem der wenigen „chilly“ Tage, die wir auf der Farm hatten. 😉

Meine gestrigen Notizen (am Flughafen London-Heathrow):
Gestern hatte wir einen weiteren interessanten Tag. Der Abschlussvortrag warf die philosophische Frage auf, ob man tierisches und menschliches Bewusstsein vergleichen kann, soll oder muss. Prinzipiell sind wir Menschen ja auch nur Tiere. Alex Antonites (Professor für Philosophie an der Pretoria Universität) beschrieb das Thema von den neurophysiologischen, biologischen und philosophischen Ansätzen her. Letztlich muss sich jeder selbst eine Meinung bilden, wie viel Tier im Menschen und wie viel Mensch im Tier steckt – und unsere eigenen Konsequenzen daraus ziehen. Schwere Kost, doch spannend und hoch interessant. Überhaupt hat das Gehirn noch eine Menge zu verarbeiten. Soviele Eindrücke, Ansätze, Ideen und auch Bedenken (z.B. ist enrichment immer für das Tier gedacht oder wollen wir uns als Menschen nur das schlechte Gewissen nehmen, wenn wir Tiere in Gefangenschaft halten)?
Zum Glück kann ich mein Kongressprogramm mit den „abstracts“ (Zusammenfassungen) und meine Notizen durcharbeiten. Außerdem bekommen wir noch eine Unterlagen im Nachgang. Es wird eine dropbox eingerichtet, aus der wir Unterlagen und Fotos herunterladen können.
Wie schade, dass ich nicht zum abendlichen ofiziellen „closing“ und dem Galadinner bleiben konnte. „Fre“ Hurley, eine Fachtierärztin für Kleintier-Verhalten aus Pretoria hat Hilda (eine ungarisch-amerikanische Biologin, die mit Jane Goodall zusammenarbeitet, um Lebensbedingungen für Schimpansen weltweit zu verbessern!) und mich zum Flughafen mitgenommen, da sie eh‘ in der Nähe wohnt. Das hat dem Orga-Team die Sorge und Arbeit genommen, uns beide neben der Vorbereitung des Abends auch noch fahren zu müssen. Auf der Fahrt konnten wir drei uns noch intensiv unterhalten, da Fre und mich die Arbeit mit den Schimpansen interessierte. Aber wir haben auch über Tierschutzaspekte allgemein gesprochen, z.B. gibt es auch in Südafrika „puppy mills“ (Vermehrer von Hunden und Katzen) und die daraus resultierenden Probleme. Fre hält vier Hunde, Hilda mehrere Katzen, alles Tierschutzfälle – Tiere, die keiner (mehr) wollte beziehungsweise „resozialisierte“ Streuner.

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