Katzenbeschäftigung

Gestern hatten wir „meinen“ ersten cheetah walk. Jolande hatte Glück, sie ist erst seit Montag hier und hatte mit heute bereits vier 😉 Wir beide durften die Geparden führen (soweit sich Katzen eben führen lassen :D). Plötzlich sah Ishlozi einen Ducker und schlüpfte mit dem Kopf aus dem Geschirr! Maxie und Danielle waren vorausgelaufen, um die kleine Antilope zu vertreiben – und nun musste ich sie zurückrufen, zu mir zu helfen, Ihlozi wieder richtig anzuziehen. Zum Glück war er kooperativ und ließ das alles zu, aber er trotzdem sehr aufmerksam, wo die kleine „Beute wohl verschwunden war. Das Ehepaar aus Manchester hat sich auf jeden Fall prächtig amüsiert, zumal Ihlozi später unter die Vegetarier ging und das harte Gras „abgeweidet“ hat. Vermutlich tun dies Geparde wie unsere Hauskatzen, um aufgenommenes Fell loszuwerden. Denn die Geparde verlieren derzeit ihr Winterfell.

Ab und zu niest die eine oder anderen Katze. Natürlich sind sie hier nach dem Verlust der Geparde sensibilisiert. Aber ich sehe derzeit kein Problem, zumal das Wetter täglich wechselt (Freitag kühl und feucht, Samstag heiß und trocken, heute wieder kühl und zeitweise feucht) – da niesen ja auch wir Menschen. Feline erhält derzeit ein Antibiotikum, weil ihr Immunsystem durch die erste Rolligkeit ziemlich durcheinander war und sie deutlich vermehrt nieste. Leider werden Antibiotika hier genauso schnell eingesetzt, wie man es bei uns von Tier- und Humanmedizinern kennt.
Da ich Feli-Immun mitgebracht habe (ein natürliches Immunstärkungsmittel auf der Basis von Bierhefe), hoffe ich den Katzen in dieser wechselhaften Witterung etwas Gutes tun zu können.

Louise, die Falbkatze, war so neugierig und zutraulich. Ich war alleine zur Gehegereinigung, da steckte sie ihren Kopf in den Resteeimer und hat sich auch nahe an mich herangetraut. Ich konnte sogar mit einem kleinen Stöckchen mit ihr spielen. Später hat sie sich einen kleinen Disput mit einer unseren Hauskatzen geliefert. Unser Grautiger angelte durch den Zaun nach einem Steinchen. Das fand Louise gar nicht gut, schlich sich erst an, und tatzte dann durch das Gitter nach der Hauskatze – die erschrocken zurück wich. Da sie aber nicht unbedingt klein beigeben wollte, haben sich die beiden noch eine weile angeknurrt und -gehisst, bis beide ihrer Wege gingen. Als ob sie beide nicht das Gesicht verlieren wollten. 😉

Footy war gestern sehr fotogen. Er ist in den vergangen Monaten sehr mutig geworden (meine gute Vorarbeit :D) und lässt sich tagsüber häufig sehen. So konnten Jolande und ich ihn schön fotografieren.

Gestern hatten wir zwar deutsche Gäste, aber Danielle wollte die Führung selber machen. Ich habe mich aber danach noch ein wenig mit ihnen unterhalten. Ebenfalls waren Felene und Grant nochmal auf einen Kaffee da, weil Grant beim braai seine Jacke vergessen hatte. Und sogar Mark und Jacques haben hereingeschaut, das nette schwule Paar, das ich letztes Jahr kennen gelernt habe. Leider reicht es auch dieses Jahr nicht für einen Besuch in ihrem „Karoo Theatrical Hotel“ bzw. ihrer Travestie-Show.

Außerdem haben wir nachmittags mit Ihlozi und Zintle gespielt. Ich habe ja das ganze „Katzenspielzeug“ mitgebracht (Maxie und Danielle gingen regelrecht die Augen über, als ich ihnen gestern die Sachen gezeigt habe!) und wir wollen nach und nach den Tieren die Sachen vorstellen. So starteten unsere Gepardengeschwister heute mit dem „Osterei“. Ein öffentliches (!) Fotoalbum gibt es auf meiner Facebook-Wildcatz-Seite (siehe Link rechts).

Erst 20:08, aber ich war gestern rechtschaffen müde. Ich hätte vorgestern Abend nach dem braai den Kaffee nicht mehr trinken sollen, denn der hat mich eine Weile vom Schlafen abgehalten. 😉

Heute Vormittag haben wir viel gespielt. Die „Krake“ kam bei den Servalen und bei Lea sehr gut an! Die Krake wurde von Sabine Birk gefertigt, die ehrenamtlich sehr viel „Katzenspielzeug“ für den Wuppertaler Zoo fertigt. Wir haben Diesel regelrecht müde gespielt.
Gia hat mit dem Osterei gespielt. Es stellte sich heraus, dass sie nicht so gerne „Fußball“ spielt, sondern eher ein „rugby-girl“ ist. Denn den Ball zu kicken hat sie nicht so interessiert, aber ihn mit den Händen erst ein wenig zu spielen und ihn dann zu werfen, fand sie deutlich interessanter. 😉
Leo fand die Krake toll! Sie ist in ihren Baum gesprungen, hat sie gefangen und dann angefangen, den Ball zu rupfen. Leider mussten ihr dann die Krake wieder wegnehmen, sonst wäre sie binnen kurzem kaputt gewesen. Die Krake ist also nicht karakaltauglich. 😉 Selbst Ubuntu und Upendo, die Servalmädels waren recht zerstörerisch, so dass sie lieber die Vollgummibälle bekommen. Da heute, am Montag, natürlich wieder überall an den Gehegen gebaut wird und eine Menge Lärm und Trubel ist, waren gerade die Falbkatzen nicht so entspannt wie sonst. Bei ihnen nebenan wohnt noch eine Servalin, die wohl später in ein Zuchtprojekt soll und von mir „NoName“ genannt wird. Sie lag im Nassen, da die Arbeiter (aus welchen Gründen auch immer) einen Teil Gelände unter Wasser setzen. Ihr Gehege ist teilweise überschwemmt. Da sie aber sehr scheu ist, versteckt sie sich lieber am tiefsten Punkt des Geheges, statt in der Hütte oder an einem höheren Platz zu liegen. So haben wir die Reinigungsrunde dort heute klein gehalten.

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