Neue Waisenkinder

Gestern früh drückte mir Richard zwei neue Waisen in die Hand: zwei Vogelküken.
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Diese Art wird hier kievit genannt, ich vermute es sind Kiebitze (die ja auch Zugvögel sind). Richard hatte die beiden verlassen an der Straße gefunden. Nun habe ich ja schon alle möglichen Tierkinder betreut und aufgezogen, aber das waren eher „handfeste“ Gesellen wie Hunde, Katzen, Kälber, Ferkel oder unsere Ziegenflaschenkinder. Aber so etwas Filigranes wie diese beiden Vögelchen traue ich mich gar nicht anzufassen! Und was fressen die Kiebitze überhaupt? Zum Glück konnte ich die Küken an Dolla abgeben, die schon als Kind mit ihrem Vater Vogelwaisen aufgepäppelt hat. Und da sie ja den ganzen Tag im Shop ist, kann sie das auch besser mit ihrer Arbeit verbinden. Die Vögelchen bekommen nun einen „pap“ (Brei) aus Hühneraufzuchtfutter, kleinen Würmern und Insekten, denn Kiebitze sind Allesfresser, die in der Natur Sämereien und Insekten zu sich nehmen. Da die Küken noch viel zu klein sind, um mit einer Spritze gefüttert zu werden, wird der pap auf ein Stück Draht „gespießt“ und dann in den mit einem Fingernagel geöffneten Schnabel geschoben.

Ab heute bin ich nun auch im Wildschutz tätig! Gestern war ein Angestellter der Wildschutzbehörde da, der Karakalkot von unserer Lea möchte. Ein Farmer hat Probleme mit einem Karakal auf seinem Land. Damit die Katze nicht getötet werden muss, soll sie nun vergrämt werden. Das geht am besten, in dem man ihr „zeigt“ dass dieses Revier schon „besetzt“ ist! Also wird der Wildhüter den Kot eines anderen Karakals an „strategisch günstigen“ Stellen verteilen. So werde ich nun beim Reinigen der Gehege Leas „pooh“ gesondert in einem Plastikbeutel sammeln.

Gestern gab es wieder einen Mädelsabend im „Lookout“. Weil weder Maxie noch ich die letzten beiden Tage Gelegenheit zum Lunch hatten, waren wir entsprechend hungrig. So ein Kudusteak ist zwar „mächtig“, aber ich habe es komplett verschlungen! 😉

Ola hat gestern erstmals nach mir gehauen. Die Gepardin genießt es ja gestreichelt zu werden, daher können wir auch mit Besuchern zu ihr reingehen und ihnen dabei vieles über diese besondere Katzenart erzählen. Bei meiner letzten Tour war Ola jedoch viel mehr an dem „backie“ interessiert, mit dem Maxie und ein paar Arbeiter am Gehege vorbeifuhren. Just als ich den Gästen die scharfe „Daumenkralle“ zeigen wollte – hat sie meine Hand genau damit weggeschubst. Nun habe ich eine kleine Schramme mehr, aber wirklich nichts Schlimmes! Auch eine Hauskatze zeigt einem deutlich, wenn ihr etwas nicht gefällt, nur sind die „Dimensionen“ beim Gepard eben etwas größer… 😉

Gestern durften die beiden Erdmännchen aus dem Blech-rondavel zu Maxie in ihren kleinen Innenhof umziehen. Seit der Springbock „bokie“ bei den Ziegen lebt, ist der Hof ja „leer“. Über Nacht müssen sie aber zur Sicherheit in eine Transportbox, damit es zum Beispiel keinen Streit mit den Hauskatzen gibt.

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