Meine erste Tour!

In Deutschland beginnt heute die närrische Zeit, ich habe die hier jeden Tag! :>>

Tour01

Gestern hatte ich meine Premiere – meine erste Tour! Da ich ja wusste, dass samstags viel zu tun ist, habe ich mich mit meinen Morgenaufgaben so beeilt, dass ich bereits gegen 9:30 am Shop war. Wegen dem zu erwartenden Besucheransturm habe ich Jaco gefragt, ob ich helfen kann – zum Beispiel wenn deutsche Gruppen kommen. Er war sich nicht so sicher, was ja auch völlig in Ordnung ist! Ich bin gerade eine Woche hier und habe die Weisheit bestimmt nicht mit Löffeln gefressen. Also ließ ich das Thema fallen, ich „muss“ ja nicht! Eine Viertelstunde später fuhr ein Bus auf den Hof – unangemeldet! (Wir hatten einen angemeldeten Bus, aber erst für Lunchtime). Richard, Lolly und die anderen waren ein wenig konsterniert, denn Busse haben sich grundsätzlich anzumelden, damit man alles organisieren kann. Die Türen gingen auf und eine Menge Touristen (etwa 25 + Busfahrer und Reiseleiter) stürmten den Shop. Und wie es der Zufall so will: es waren Deutsche! Studiosus-Reisen! Jeder der die Firma kennt, weiß: häufig älteres Publikum, das kein oder kaum Englisch spricht, sehr betucht, wissbegierig und erwartet einen besonderen Service. Denn diese Reisen kosten eine Stange Geld, das definitiv nicht im „Budget“-Bereich liegt. Das weiß ich deswegen, weil ich mir mal Studiosus-Kataloge angesehen habe: tolle Reisen mit interessantem Programm, aber wirklich unerschwinglich, zumindest für Normalbürger wie mich – wahrscheinlich zahlen sie für eine 10-tägige Studienreise mehr als ich für die ganzen 6 Wochen! Auf jeden Fall waren sie nun da (vielleicht kann Studiosus sich das erlauben, weil sie nicht einen so engen Zeitplan haben wie andere Reiseveranstalter), was also tun! Maxie war gerade auf einer Tour, Jaco spricht nur Englisch und Afrikaans und der Reiseleiter Horst hätte alles übersetzen müssen – was so eine Tour natürlich extrem in die Länge zieht (und wir erwarteten schließlich noch viel mehr Gäste)! Also wurde ich gefragt, ob ich…
O.k.! Es fehlt mir ja wirklich nicht am Allgemeinwissen über Katzen! Und außerdem schleppe ich ja laufend mein Notizbuch mit mir herum, in das ich bereits am Anreisetag die wichtigsten Daten der Tour notiert hatte. Und Jaco ging ja auch mit, denn so eine große Tour macht man eh‘ nicht allein. Ja, und was soll ich sagen: „I did it!“ Weil mir das Studiosus-Publikum ja ein Begriff war, habe ich ihnen viel Grundlegendes über die afrikanischen Katzen erzählt, teilweise mit Vergleich zur Zootierhaltung in Deutschland. Die einzige Frage auf die ich passen musste, war die Lebenserwartung von Erdmännchen (in Gefangenschaft etwa bis zu 16 Jahre), aber da konnte ich ja Jaco fragen. Weil es eine so große Gruppe war und natürlich auch das „Ola-Streicheln“ lange gedauert hat, habe ich die Tour etwa 10-15 Minuten „überzogen“, aber das war nicht schlimm, weil gerade keine weiteren Gäste warteten (wir versuchen hier maximal zwei Gruppen auf dem Gelände zu haben oder große Gruppen zu teilen, sonst wird es einfach zu unübersichtlich). Aber die Leute waren so zufrieden, glücklich und mit Wissen gefüllt, dass sie sich beim Verabschieden mit einem herzlichen Applaus bedankt haben (den sogar Richard und die anderen gehört haben)! Und Reiseleiter Horst sagte, ich hätte unbedingt zu bleiben, damit er mit seinen künftigen Gruppen ebenfalls kommen kann!
Ja, da war ich schon stolz und bin es immer noch! Denn das war schon eine „Hausnummer“ und ich habe es ziemlich souverän gemeistert (o.k., mit Dozentenerfahrung fällt mir das auch nicht ganz so schwer)! Dass Horst so zufrieden mit mir war, habe ich Maxie, Jaco und Lolly weitergegeben – und Lolly sagte, ich müsse das unbedingt Richard erzählen, was ich dann später auch tat. Zusammen mit ein paar Informationen über die Studiosus-Leute, damit er die zukünftig ein wenig besser einschätzen kann. Ich glaube der „Baas“ war recht zufrieden, auch wenn er nicht der Typ ist, der in Jubelarien ausbricht. Später meinte ich zu Lolly im Scherz: ich könne ja bleiben, aber dann müsste Richard MICH bezahlen und nicht ich IHN – und sie gab mir aus tiefstem Herzen recht… 🙂
Ich glaube Richards Mutter mag mich wirklich! Wir haben eine ähnliche Einstellung zu vielen Dingen, packen zu wo es nötig ist (na ja, ich bin ja in einem Einzelhandelsgeschäft groß geworden und kenne es nicht anders!) und sie ist ja auch nur vier Jahre älter als ich (sie hat vier Enkel, der älteste -Mikhail- wird nächste Woche 7 Jahre alt!).
Wir hatten diese Woche übrigens noch eine weitere, jedoch deutlich kleinere deutsche Reisegruppe hier (nur 8 Personen), mit Reiseleiter Jürgen. Die waren aber alle jünger, sprachen gut Englisch und es war nur selten erforderlich, etwas zu erklären oder zu übersetzen. Aber Jürgen fand es ebenfalls prima, dass es hier eine „deutsche Mitarbeiterin“ gibt. 😉
Ja, gestern bin ich doch ein paar Zentimeter gewachsen!

Gestern Abend wurde im Fernsehen der Trickfilm „Konferenz der Tiere“ gezeigt (ich habe zufällig eingeschaltet, weil Debbie mir die Fernbedienung in die Hand drückte, da das Abendessen noch nicht fertig war). Dieser Film basiert lose auf dem Buch von Erich Kästner, wurde in Babelsberg produziert und spielt die meiste Zeit in Afrika. Ist schon witzig, zumal ich den Film bisher noch nie auf Englisch gesehen habe.
Heute konnte ich ausschlafen! Denn die Geparden haben sonntags Fastentag! So sind morgens nur die Löwenkinder zu füttern, und das hat mir Jaco übertragen. Und da ich mich erst gegen 8 Uhr mit Maxie zum Lämmerfüttern treffen sollte… Müßig zu sagen, dass ich trotzdem um 5 wach war und immerhin noch bis 6 schlafen konnte. 😉

Gestern Abend hat Mikhail seine Schuluniform bekommen, denn er wird nächstes Jahr eingeschult (das Schuljahr beginnt etwa Mitte Januar). „Stolz wie Oskar“ hat er sie mir vorgeführt und ich habe ein paar Fotos von dem „großen Bub“ geschossen. 😉

Wir haben übrigens keinerlei Zeitdifferenz, da wir uns auf dem selbem Längengrad befinden.

Langsam bekomme ich etwas Farbe. Anfangs habe ich mich dreimal täglich mit 30er-Sonnenschutz eingecremt. Aber das Problem ist, dass sich die Haut dann überhaupt nicht adaptieren und einen Schutz ausbilden kann. Jetzt schmiere ich nur noch zweimal täglich, und das scheint genau richtig zu sein. Ich bräune, aber brenne nicht! Hut oder Schirmmütze sind aber auf jeden Fall Pflicht!

Ich darf gleich mit Lolly einen Ausflug nach Jeffreys Bay machen, ein recht bekannter Badeort, vor allem in der Surferszene! Wir kommen erst morgen zurück, also :wave:

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